Städteförderprogramm

Informationen zum Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt" in Lütjenburg


Das Fördergebiet

1. Ziel des Programms
Ziel des Programms „Soziale Stadt" ist die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtteil sowie der sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Struktur durch Förderung integrierter, langfristig selbst tragende Projekte unter Mitwirkung der Bürger und Akteure vor Ort.
Wichtig ist dabei die Bündelung und Vernetzung verschiedener Fördermittel und Fachressorts genauso wie die Integration verschiedener Akteure, ihrer Interessen und Potenziale.

2. Grundlagen
Die wichtigsten Regelungen, Richtlinien und Gesetze zum Programm „Soziale Stadt" finden sich

  • im § 171 e BauGB (Baugesetzbuch),
  • im Leitfaden zur Ausgestaltung der Gemeinschaftsinitiative "Soziale Stadt" der Ministerkonferenz der ARGEBAU (2005),
  • in der Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung des Bundes und der Länder (2007),
  • in den Städtebauförderrichtlinien des Landes Schleswig-Holstein (StBauFR 2005).

3. Förderung

Das Programm „Soziale Stadt" ist ein Städtebauförderprogramm, das zu je einem Drittel von Bund, Land und Kommune getragen wird.
Es ist hat beinhaltet investive und einen nicht-investive Fördermöglichkeiten:

  • Investive Förderung für Sanierung z.B. von Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen, Freiflächen oder Erschließungsanlagen
  • Nicht-investive Förderung (für laufende Kosten, Personal- u. Sachkosten) z.B. Quartiersmanagement, Öffentlichkeitsarbeit oder
  • sogenannte Modellvorhaben (Projekte aus den Bereichen Integration, Qualifizierung und lokale Ökonomie)
  • Förderung aus dem Stadtteilfonds für bewohnergetragene, kleinteilige und kurzfristige soziale Projekte zur Aktivierung und Beteiligung.

4. Quartiersmanagement im Programm „Soziale Stadt"
Ziel des Quartiersmanagements
Koordinierung einer integrierten Stadterneuerung durch soziale und städtebauliche Aufwertung mittels

  • Vernetzung (Akteure, Ämter, Projekte)
  • Bündelung (Ziele, Strategien, Ressourcen)
  • Aktivierung und Befähigung (Akteure, Träger, Förderprogramme)
  • Beteiligung und Integration (Bewohner, Zielgruppen)

Handlungsfelder:

  • Wohnen und Wohnumfeld
  • Soziale und kulturelle Infrastruktur
  • Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung
  • Bürgermitwirkung, Stadtteilleben und Integration
  • Familie und Gesundheit
  • Image und Identifikation

Instrumente:

  • Lenkungsrunde in der Verwaltung zur Projektsteuerung
  • Quartiersmanagement zur Koordinierung und Vermittlung
  • Büro Soziale Stadt als Anlauf- und Beratungsstelle
  • Integriertes Entwicklungskonzept (IEK) mit Analyse von Problemen und Potenzialen sowie der Entwicklung von Zielen und Maßnahmen
  • Einwohnerversammlungen zur Sammlung von Problemen und Ideen
  • Beirat Soziale Stadt zur Entwicklung, Abstimmung und Begleitung von Ideen und Projekten und Vergabe von Stadtteilfondsmitteln
  • Öffentlichkeitsarbeit (Stadtteilzeitung, Flyer, Infobroschüren, Website, Pressemitteilungen etc.)

Tätigkeiten und Aufgaben:

  • Betreuung eines Stadtteilbüros als Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstelle für die Bürgerinnen und Bürger
  • Organisation und Moderation der Bürgerbeteiligung in Einwohnerversammlungen und dem Beirat Soziale Stadt
  • Erarbeitung von Handlungs- und Maßnahmenempfehlungen im integrierten Entwicklungskonzept IEK
  • Unterstützung der lokalen Initiativen und Etablierung neuer Kooperationsformen
  • Entwicklung und Begleitung stadtteilbezogener Projekte u. Initiativen
  • Koordination und Vermittlung der Beteiligten und ihrer Interessen
  • Verwaltung eines Stadtteilfonds für kleinteilige Maßnahmen
  • Abstimmung der Projekte mit der Lenkungsrunde der Stadtverwaltung

Akteure:

  • Bewohnerinnen und Bewohner
  • Vereine, Initiativen
  • Soziale Träger, Verbände
  • Schulen, Kitas
  • Kirchengemeinden
  • Wohnungsbaugesellschaften, Eigentümer, Gewerbetreibende
  • Verwaltung (Bauen, Soziales, Jugend, Kultur, Arbeit, Schulen etc.)
  • Politik
  • Sanierungsträger

Typische Projekte:

  • Bau von Begegnungszentren, Kultur- oder Sportstätten
  • Erneuerung sozialer Einrichtungen
  • Freiflächengestaltungen, Spielplätze
  • Begrünungs- und Säuberungsaktionen
  • Stadtteilkonferenzen / Einwohnerversammlungen
  • Stadtteilfeste
  • Stadtteilzeitung
  • temporäre Umnutzungen von Leerstand und Brachflächen
  • Wettbewerbe, Kurse, Workshops, Planungswerkstätten etc.

Download "Integriertes Entwicklungskonzept"